Hier noch einige Bemerkungen zu „Dingen“, die uns beim Oberligaspiel FC Einheit – FSV Budissa (4:0) aufgefallen sind:

Bratwürste mundeten dennoch lecker

Nach dem Spiel sah man alle Akteure von Budissa Bautzen am Bratwurstrost stehen. Sie kauten, trotz der klaren Niederlage, genüsslich ihre Bratwurst. Die hatte Tim Cellarius telefonisch in Rudolstadt bestellt. Tim ist der Stiefsohn von Heiko Anlauf, einem Spieler, der in der Wendezeit zunächst beim SV 1883 Schwarza spielte und dann bis zur Winterpause 90/91 17 Partien für den damaligen FC Rudolstadt-Schwarza als einer der Wenigen absolvierte. Natürlich war er mit seiner Frau vor Ort, um sich die Begegnung anzuschauen.

Mannschaft beschenkte neuen Erdenbürger
Mit einem Geschenk wünschte die 1. Mannschaft dem neuen Erdenbürger Matteo, dem ersten Sohn des neuen Cheftrainers Hendrik Faik, alles Gute. Das Präsent bestand aus allem, was ein Neugeborenes zu diesem Zeitpunkt braucht. Im Gespräch mit Hendrik haben wir noch drei Infos erhalten: Er war bei der Geburt am 15. April dabei. Das Geburtsgewicht war 3.535 Kilogramm und seine Partnerin heißt Leah.

Weitgereiste Referees kosteten wieder viel Geld
Um es klar zu sagen: Natürlich werden die Schiedsrichter vom NOFV eingeteilt. Sie haben darauf keinen Einfluss, müssen aber recht früh losfahren, um die mehr als 323 Kilometer in einem Auto zu bewältigen. Dass es wieder recht spät wird, bis sie zuhause angekommen sind, versteht sich. Insgesamt musste Hauptkassierer Frank Häßner 451 Euro (Fahrtkosten und Spesen) „löhnen“. Das ist jeder Besucher sehr willkommen. Zum Vergleich. Das Unparteiischen-Trio in Bad Lobenstein kostete nur 166,20 Euro.

Spieltagschef hatte alles bestens vorbereitet
Lars Wernicke, Vorstand beim FC Einheit und Verantwortlicher für den Spieltag, hatte sowohl die Versorgung per Bierwagen und Bratwurstrost sowie die Pressekonferenz bestens vorbereitet. Dabei spielte er selbst noch beim 3:2 der Dritten gegen die SG FC Saalfeld III ab 12.30 Uhr mit. Wernicke hatte bei der Veranstaltung im Freien – bekanntlich verfügt die Einheit über keine Gaststätte mehr – angesichts des Regens sogar an ein kleines Zelt gedacht.
Es fehlte nicht an gegenseitigen Komplimenten
Trotz der deutlichen Niederlage sparte Steve Dieske, der Coach der Gäste, nicht mit Lob für den Gastgeber. Der gab das zurück, denn Dieske hatte unter der Woche seinen Vertrag verlängert. Das wusste Marco Riemer, der den Mann aus Bautzen dafür beglückwünschte. Mit einem „Ich hoffe, wir sehen uns im nächsten Jahr wieder“, verabschiedete sich der Budissen-Coach in Richtung Bratwurstrost.
Kleinbus mit Anhängern von Bautzen war beim Oberligamatch dabei
Obwohl es für den FSV Budissa eigentlich um nichts mehr geht, hatten neun Anhänger einen Kleinbus gemietet, um die gut 270 Kilometer in die Schillerstadt zu gelangen. Sie erwiesen sich als faire Zeitgenossen, blieben auch bei der PK vor Ort und beklatschten alle Äußerungen der Trainer. Sie erhielten von der Mannschaft zudem Bratwürste.
Mit diesem Beitrag beenden wir unsere wie meist ausführliche Berichterstattung vom Oberligaspiel gegen den FSV Budissa Bautzen. Zudem haben wir noch einmal zahlreiche Bilder vom Vereinsfotografen, die es noch auf Facebook gibt.
Hartmut Gerlach