21.12.2017  06:31 Uhr  Alter: 119 Tage
Von: Textauswahl: Hartmut Gerlach

Rudolstädter in der Fair Play-Wertung auf Platz 2

Die Hinrundenbilanz von Staffelleiter Frank Nicolai

Die Hinrundenbilanz von Oberliga Süd-Staffelleiter Frank Nicolai liegt seit dem 11.12.17 vor. Wir präsentieren Sie Ihnen an dieser Stelle, wobei wir am Text bis auf Kürzungen keinerlei Veränderungen vorgenommen haben.

AUSWERTUNG der 1.HALBSERIE 2017/18 Oberliga St.Süd

Die I.Halbserie 2017/18 ist offiziell beendet. Leider sind noch vier Spiele offen. Am 14. und 15.Spieltag fielen zusammen drei Spiele dem Wetter zum Opfer. Und ein Spiel liegt beim Verbandssportgericht zur Entscheidung. Hier ist sowohl eine Bestätigung der Wertung möglich, wie auch eine Neuansetzung.

Sieht man sich die Tabelle an, so sind zwei Teams an der Spitze Kopf an Kopf. Etwas besser ist der Bischofswerdaer FV 08. 13x belegte dieser Verein die Tabellenspitze.

Anders sieht die Bilanz des FC International Leipzig aus. Nach Platz 12 am Saisonbeginn ging es Schritt für Schritt nach oben, bis man am vorletzten Spieltag Platz 2 erreichte.

Beide Teams sind so die Meisterschaftsfavoriten und werden sich sicher noch einen harten Kampf um den Titel liefern.

Außerdem haben beide Vereine je noch ein anderes Problem: Sie benötigen ein regionalligataugliches Stadion. An dieser Aufgabe arbeiten beide Vorstände sehr intensiv.

Ein anderes Problem hat der VFC Plauen als Tabellendritter. Er hat sich vom Trainer getrennt und anschießend den Kontakt zum Spitzenduo abreißen lassen. Da hilft es auch nicht, dass die Vogtländer die beste Hinrunde seit ihrem Abstieg spielten. Der Aufstieg wird wohl kein Thema sein.

Das Mittelfeld wird vom Aufsteiger FC Eilenburg angeführt. Dabei kann der Neuling nach einer sehr guten Hinrunde genau wie FC Carl-Zeiss Jena II in der Rückrunde noch nach oben schielen. Ob sie hier noch eingreifen werden, bleibt abzuwarten.

Die Teams aus Bernburg und Sandersdorf sollten nach ihren sehr guten Hinrunden mit dem Abstiegskampf dieses Jahr wohl nichts zu tun haben. Auch die VfL-er aus Halle, die im Vorjahr nur mit Glück die Klasse hielten, haben sich im Mittelfeld festgesetzt.

Genauso entspannt können die Teams von SCHOTT Jena und der Aufsteiger aus Stendal auf die Tabelle blicken. Alle liegen im Mittelfeld.

Das Trio aus Barleben, Rudolstadt und vom Aufsteiger Kamenz liegt zwischen dem

Mittelfeld und den Abstiegsplätzen. Da nicht genau klar ist, wie viele Teams im Sommer absteigen müssen (es könnte auch vier Mannschaften treffen), müssen sie in der Rückrunde weiter punkten. Nur dann ist der Klassenerhalt zu schaffen. Des weiteren sollte das Schlusstrio auf Distanz gehalten werden.

Am meisten gefährdet sind hier Brandenburg-Meister VfB Krieschow. Dem absoluten Neuling war bewusst, dass man wohl gegen den Abstieg spielen wird. Das tun die Kicker

aus dem kleinen Ort recht ordentlich. Ums Überleben muss auch die BSG Wismut Gera kämpfen. Die BSG ist eigentlich im oberen Drittel der Tabelle erwartet worden und musssich nun mächtig strecken.

Völlig überraschend steht der SV Merseburg am Tabellenende. Nach der guten Vorsaison war dies nicht zu erwarten. Doch für die 99-er trifft der Spruch vom schweren zweiten Jahr voll zu.

Abschließend muss man einschätzen, dass sowohl oben als auch unten in der Tabelle noch alles möglich ist. Somit steht uns eine spannende Rückrunde bevor.

Hier noch einige Bemerkungen zur Saison-Statistik:

FAIR-PLAY

Wie jede Saison ist der Staffelleiter mit dem Fair-Play nicht zufrieden. Es könnte eben besser sein! Der Grund: Schon jetzt gibt es keinen Verein, der alle Spiele mit 11 Spielern beendete.

Die Zahl der gelben Karten hat sich erneut erhöht. Auch die Ampelkarte gab es öfter, als in der Vorsaison. Dagegen sind die Rot-Karten gesunken.

Es gab 506x Gelb, 18x Gelb/Rot und 10x Rot.

Tabellenführer in dieser Wertung ist die BSG Wismut Gera. Dabei kommt der Wismut zu Gute, dass das Urteil des Sportgerichtes noch nicht rechtskräftig ist.

Nur einen Punkt dahinter liegt der FC Einheit Rudolstadt, der erst am Schlusstag mit einer roten Karte die lange Führung in dieser Wertung abgab.

Am Ende stehen mit Plauen und Barleben die beiden Vereine, deren Übungsleiter bereits vorzeitig vom Platz mussten.

Bedenklich ist auch, dass Bernburg schon 5 und Barleben schon 4 Platzverweise aufzuweisen haben.

VERWARNUNGEN

Einheit Rudolstadt und Bischofswerda (je 21) sind hier die Besten, gefolgt von Gera (22); Stendal (39) sowie Kamenz und SCHOTT (je 41) bilden das Schlusslicht

GELB-ROTE KARTEN

Rudolstadt, Eilenburg, Kamenz und Stendal (je 0) sind hier die Besten

Barleben (3) und Bernburg (5) erhielten am meisten diese Karte.

ROTE KARTEN

Folgende Mannschaften blieben ohne Rot:

Gera, Jena II, Sandersdorf, Krieschow, Inter, Bernburg, SCHOTT und Plauen;

Stendal (2) erhielt die meisten Platzverweise.

SPERREN

28 Spieler erhielten die 5.gelbe Karte, die alle einmal zuschauten mussten. Genauso die 18 Spieler, die Gelb-Rot sahen.

10 Spieler mussten nach Rot den Platz vorzeitig verlassen. Für 9 Spieler liegen die Urteile bereits vor. Sie mussten zusammen 23 Punktspiele aussetzen. Das Urteil des letzten Spieltages (hier gab es 1 FV) steht noch aus.

TORE

334 (Vorjahr: 339) Treffer sind in 116 Spielen erzielt worden. Der Durchschnitt von 2,88

(2,90) ist zum Vorjahr etwas gesunken. 119 (134) Schützen erzielten diese Treffer, was einen Schnitt von fast 8 Spieler pro Verein ergibt. Während das Team aus Barleben seine Treffer durch nur 4 Schützen erzielte, hatten Tabellenführer Bischofswerda (11) und Plauen seine Treffer auf 12 Schultern verteilt.

23 (17) Treffer wurden von Strafstoßpunkt erzielt.

Bester Torschütze wurde Kimmo Markku Hovi (15 - Inter).

TORREICHSTE SPIEL

13.Spieltag: TV Askania Bernburg gegen FC Carl-Zeiss Jena 5:4

HÖCHSTER HEIMSIEG

5x trat folgendes Resultat auf: 5:0

HÖCHSTER GÄSTESIEG

12.Spieltag: FSV Barleben - FC Inter Leipzig 0:6

TORLOS

10-mal (9) endete ein Spiel ohne eine regelgerechte Torerzielung

EIGENTORE

2 (3) Treffer erzielten Spieler der abwehrenden Mannschaft.

EINGESETZTE SPIELER

344 (345) Spieler sind in den 116 Spielen eingesetzt worden. Dies bedeutet, dass jeder Verein im Schnitt gut 21 Spieler einsetzte. Mit 18 Spielern setzte VfL Halle 96 die wenigsten Spieler ein, gefolgt von Inter Leipzig mit 19 Akteuren.

Der FSV Barleben ließ 26 Spieler auflaufen. Das waren die meisten Spieler, gefolgt vom FC Carl-Zeiss Jena II (25).

Der FC CZ Jena II war mit 21,2 Jahren (Schnitt aller eingesetzter Spieler) die jüngste Mannschaft. Halle folgt mit 22,5 Jahren. Am ältesten waren die Spieler aus Krieschow (26,9 J.) und aus Plauen (27,2 J.).

Mit Spk. Rothe setzte Rudolstadt den ältesten Spieler (39) ein.

Das Gegenstück bilden die Zwillinge Schmidt (Stendal), die mit 17 Jahren aktiv war.

43 (47) Spieler nahmen an allen Spielen teil. Inter Leipzig und Rudolstadt haben gleich fünf Dauerbrenner in ihren Reihen. Beachtlich, dass 14 Sportkameraden nicht eine einzige Minute fehlten! Sie waren also 1350 Minuten (plus Nachspielzeiten) auf dem Platz.

Eine beachtliche Leistung!

Sieben weitere Sportkameraden waren ebenfalls in allen Spielminuten dabei. Allerdings haben sie noch Nachholspiele auszutragen.

SCHIEDSRICHTER

49 (49) Schiedsrichter leiteten die 116 Spiele der Südstaffel. R. Lorenz (Bad Langensalza) hatte mit 7 Einsätzen die meisten Spiele zu leiten. Zwei weitere Sportkameraden leiteten sechs Spiele.

Gekostet haben die Kollektive insgesamt 33.282,80 Euro, also etwa 287 (290) Euro je Spiel. Rudolstadt vor Inter Leipzig und Eilenburg mussten am meisten bezahlen.Das Ende dieser Rangfolge bilden Stendal und Gera, jedoch auch, weil sie bislang die wenigsten Heimspiele hatten.

ZUSCHAUER

19.682 (35.291) Besucher sahen unsere Spiele. Das ergibt einen Schnitt von 170 (302)

Zuschauer je Spiel. Der deutliche Rückgang geht auf das Fehlen von Chemie Leipzig zurück. Die meisten Zuschauer kamen zum Aufsteiger aus Stendal: 2890 Zuschaue zählte die Lok an der Pforte, was im Schnitt 482 Gäste bedeutete. Es folgen Plauen (26/ 375) und Gera (1856 / 309).

Halle 96 (677 / 85) und SCHOTT (207 / 35) bilden das Ende dieser Rubrik.

ZUSCHAUERMAGNET

1.Spieltag 1.FC Lok Stendal - FC Einheit Rudolstadt 668 Zuschauer

8.Spieltag 1.FC Lok Stendal - SV SCHOTT Jena 598 Zuschauer

6.Spieltag 1.FC Lok Stendal - FSV Barleben 579 Zuschauer

ZUSCHAUERMINUS

11.Spieltag SV SCHOTT Jena - FSV Barleben 29 Zuschauer

15.Spieltag FC Einh.Rudolstadt Ask. Bernburg 30 Zuschauer

7.Spieltag SV SCHOTT Jena Ask. Bernburg 31 Zuschauer