16.04.2018  20:32 Uhr  Alter: 246 Tage
Von: Hartmut Gerlach

„Ein Sieg wäre des Guten zuviel gewesen“

Die Meinung der Trainer Daniel Rupf und Holger Jähnisch nach dem Oberligaspiel Plauen - Rudolstadt (1:1)

Unmittelbar nach Spielende sprachen wir auch diesmal mit beiden Trainern. Was sie uns sagten, haben wir aufgeschrieben. Die Fotos sind wieder von Achim Freund. Mit diesem Artikel beenden wir unsere Berichterstattung über die Oberligabegegnung zwischen dem FC und dem FC Einheit:

Daniel Rupf (VFC Plauen):

„Ich kann mit dem Punkt sehr gut leben, auch wenn ich hier so ein wenig Enttäuschung höre. Wir mussten vor dem Spiel kurzfristig auf vier Spieler verzichten - Fritzlar, Lucenka, Kameraj, Grosser und die beiden Gesperrten. Das ist bei unserem kleinen Kader und dem Umbruch, den wir schon einmal hatten, schwierig. Deshalb ist unsere kämpferische Leistung gut. Dass das heute keine spielerische Offenbarung war, wissen wir selbst. Aber gegen einen Gegner, der sechs Spiele ungeschlagen war, muss man sich nicht entschuldigen, wenn man zuhause einen Punkt holt. Die zweite Halbzeit geht an Rudolstadt, weil wir aus einem gefühlten Vorteil einen Nachteil gemacht haben. Wir hatten vor dem Ausgleich die Riesenchance zum 2:0, aber unser Spieler hat im Strafraum den Ball schlecht angenommen und somit aus der Chance einen Konter von Rudolstadt eingeleitet. Am Ende ist das Ergebnis gerecht, wenn man beide Halbzeiten sieht.“

Holger Jähnisch (FC Einheit):

„Nach der ersten Halbzeit haben wir verdient hinten gelegen. Wir haben zu spät begriffen, wie man auf solch einer Wiese, und mehr ist der Rasen hier nicht, Fußball spielen muss. Wir haben uns zu viel im klein-klein verstrickt und den einen oder anderen Ballverlust produziert. Da muss man auch immer mit Fällen rechnen, wo der Ball verspringt. Es war auch wichtig, dass nach der gelb-roten Karte für uns auch der Gegner eine bekommen hat. Dann haben wir noch einmal Morgenluft gewittert und haben uns in der 2. Halbzeit mit viel Moral und einen unwahrscheinlich hohem Laufaufwand mit dem Punkt belohnt. Dabei hatten wir beim Elfmeter, unserem Pfostenschuss und der Großchance von Raul, wo der Torhüter sehr gut hält, noch einmal drei ‚Riesen“. Da hätten wir sogar gewinnen können. Aber vielleicht wäre das des Guten zuviel gewesen. Unter dem Strich muss man aber mit dem Ergebnis zufrieden sein.“