11.09.2018  10:28 Uhr  Alter: 71 Tage
Von: Hartmut Gerlach

Mittelfeldmann mit vielfältigen Qualitäten

Vorgestellt: Robert Bismark kam vom SV SCHOTT Jena

In loser Abfolge wollen wir die Spieler, die in diesem Jahr unsere Oberligavertretung verstärken, vorstellen. Dazu gehören aber auch noch einige Akteure, die schon seit 2017/18 da sind. Heute ist in der 3. Folge Robert Bismark, der im Sommer 2018 zu uns kam, an der Reihe.

Robert Bismark ist auf jeden Fall nicht nachtragend und hielt die Verabredung zu einem Gespräch mit dem Vereinssprecher nach dem montäglichen Training der Oberligamannschaft ein. Und das, obwohl ihm der Verfasser in seinem Spielbericht zur Pokalpartie in Herpf einen „Scorer-Punkt“ nicht gegeben hatte. Nicht Rau Amaro hatte den präzisen Freistoß vor dem Kopfball von Marco Riemer zum 2:0 geschlagen, sondern eben der 25-jährige Automobilkaufmann aus Jena war der Vorlagengeber. Aber das war kein Problem für den echten Jenenser - so nennt man die, die in der Zeiss-Stadt geboren wurden - denn er schmunzelte genau wie seine Teamgefährten über den Fauxpas des Pokalspielberichterstatters und ertrug auch manche Spöttelei seiner Mannschaftskameraden.

Seit dem Sommer ist Robert Mitglied beim FC Einheit. Zuvor erhielt er von den D-Junioren an im Nachwuchsleistungszentrum des FC Carl Zeiss Jena eine solide fußballerische Ausbildung. Aber im B-Junioren-Bereich war für den heute 25-Jährigen Schluss. „Ich musste mich entscheiden, ob ich den Fußball künftig weitestgehend professionell betreiben oder einen anderen Weg wählen soll“, blickt er zurück.

Der Abiturient entschied sich für eine Lehre zum Automobilkaufmann und wechselte 2010 zu den A-Junioren des SV SCHOTT. Bis zur 1. Mannschaft war es dann nicht mehr weit. 125 Mal hat er für SCHOTT in der Oberliga gespielt und dabei vier Mal getroffen. Darunter waren auch zahlreiche rassige Auseinandersetzungen mit seinem heutigen Verein. Meist fiel Bismark auf ob seiner Zweikampfstärke, Schnelligkeit und Beidfüßigkeit. Qualitäten, auf die seiner neuer Trainer Holger Jähnisch natürlich sehr gern zurückgreift. Da fällt es kaum ins Gewicht, dass der nur 1,76 m große Jenaer nicht jedes Kopfballduell gewinnt.

Robert wollte, als die Schottianer am Ende des Spieljahres 2017/18 in die Thüringenliga abgestiegen sind, höherklassig weiter spielen. So fiel seine Wahl auf Rudolstadt, zumal er hier seinen „alten Kumpels“ Markus Güttich und Marco Riemer wieder begegnete. Mittlerweile hat sich der bescheidene junge Mann unterhalb der Heidecksburg gut eingelebt. Er ist sehr angetan von den sehr guten Bedingungen, die er hier vorfindet. Da nimmt er auch gern den erhöhten Aufwand in Kauf, denn schließlich sind es von seiner Jenaer Arbeitsstätte, dem Autohaus Reichstein & Opitz, in dem er seit 2012 tätig ist und das dicht an der Autobahn liegt, bis nach Rudolstadt mehr als 30 Kilometer.

Dass Robert Bismark gute Freistöße schlagen kann, kommt nicht von ungefähr. Schließlich ist der technisch versierte Mittelfeldspieler sowohl auf der rechten Seite als auch in zentraler Position als „Sechser“ einsetzbar. Deshalb wird der Vereinssprecher künftig genauer hinschauen, wenn es Standards für die Einheit gibt … .

Foto: Achim Freund