10.04.2019  09:45 Uhr  Alter: 101 Tage
Von: Hartmut Gerlach

Gäste reisen als Tabellenvierter zum zweiten Male in Rudolstadt an

Vorgestellt: der FC Eilenburg, Heimgegner am Samstag ab 14 Uhr

Der FC Eilenburg nimmt nach 22 Spielen in der Oberliga Süd mit 38 Punkten und 40:26 Toren den 4. Platz ein. Die Mannschaft von Trainer Nico Knaubel (39) hat bislang elf Mal gewonnen: Gera (2:1-H), Zorbau (5:1-A), Jena (5:1-H), Bernburg (3:0-A), Plauen (3:2-H), Halle (1:0-A), Chemie Leipzig (2:0-H), Hohenstein-E. (3:1-H), INTER Leipzig (1:0-H), Gera (5:2-A), Zorbau (2:1-H). Fünf Partien endeten remis: Luckenwalde (2.2-H), Inter (1:1-A), Ludwigsfelde (2:2-A)., Rudolstadt (2:2-H), Krieschow (0:0-H). Sechs Begegnungen wurden verloren: Krieschow (0:1-H), Hohenstein-Ernstthal (0:1-A), Nordhausen (1:2-A), Sandersdorf (0:2-A), Luckenwalde (0:3-A), Ludwigsfelde (0:1-H).

23 Spieler kamen beim Gast aus Sachsen bisher zum Einsatz. Einen „Stammspielerstatus“, mit dem in Thüringen alle Akteure bezeichnet werden, die in mehr als die Hälfte der Partien dabei waren, haben diese 13 Spieler: Naumann (22), Majetschak, Luis (21), Vogel, Döbelt (20), Heidel, Dimespyra (19), Vetterlein (18), Hofmann, Sauer, Jochmann, Schmidt (17) und Kummer (12). Die 40 Tore erzielten: Jochmann (7), Döbelt (6), Dimespyra, Luis (5), Bunge, Fiedler, Majetschak (3), Kummer, Winkler (2) sowie Bartlog, Heidel, Röhrborn und Vogel (1)

Sechs Spieler wurden in der 1. Wechselperiode neu verpflichtet: Luis (FSV Zwickau U19), Stanzel (SG Weixdorf), Dimespyra (TSV Bad Abbach), Vetterlein (Dynamo Dresden U19), Bär und Grützner (eigene U19). Im Winter kam noch Bunge (ZFC Meuselwitz). Nur zwei haben die Eilenburger verlassen: Zeiße (unbekannt) und Stöbe (Karriereende).

Wenn wir auf die Entwicklung der Spieler schauen, dann stellt man fest, dass es, wie in jeder Oberligamannschaft, zahlreiche Aktive gibt, die höherklassig gespielt haben oder die eine Ausbildung in einem Nachwuchsleistungszentrum erhalten haben: Naumann (ZFC Meuselwitz, Halberstadt, CFC U19), Thomas (Dynamo Dresden U19), Sauer: Chemie Leipzig, Sachsen Leipzig, Auerbach, Erzgebirge Aue U17 u. U19), Majetschak (Markranstädt, RB II, U19/U17), Jochmann (CFC II/U19), Klemm (VFC Plauen, Aue II, CFC U19), Heidel (VfB Lübeck, VfL Halle, Carl Zeiss II, Carl Zeiss U19, HFC U19), Schmidt (Lok Leipzig U19/U17), Winkler (HFC II), Fiedler (Chemie Leipzig, Dynamo Dresden II/U19), Luis (FSV Zwickau U19), Vetterlein (Dynamo Dresden U17/U19), Röhrborn (RB II, RB U19/U17), Schlegel (Chemnitzer FC U19, II.), Vogel (RB U17. U19, II.), Bunge (RB Nachwuchs, Makranstädt, Chemie Leipzig, ZFC Meuselwitz).

Trainiert werden die Eilenburger von Nico Knaubel, Verbandssportlehrer im Sächsischen Fußballverband (SFV). Der 38-Jährige trat sein Amt beim FC am 27.08.15 an und führte ihn zurück in die Oberliga. Zuvor spielte Knaubel unter anderem beim VfB Leipzig, in Lillehammer und beim FC Eilenburg.

Eilenburg, Große Kreisstadt, liegt im Nordwesten von Sachsen an der Mulde, ca. 20 Kilometer von Leipzig entfernt. In Eilenburg leben knapp 15.500 Einwohner. Und das fanden wir noch zur Entwicklung des Vereins nach der Wende auf Wikipedia: „Nachdem das Chemiewerk nach der politischen Wende 1990 die Trägerschaft für die Betriebssportgemeinschaft eingestellt hatte, gründeten BSG-Mitglieder im gleichen Jahr den eingetragenen Verein FSV Grün/Weiß Eilenburg. 1998 wurde dieser sächsischer Hallenlandesmeister und unter Trainer Joachim Fritzsche Zweiter der Bezirksliga. Dies konnte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Verein in Eilenburg hinter dem mittlerweile zweimaligen Bezirksmeister MFC Eilenburg (hervorgegangen aus dem Mörtitzer SV) in der Stadt erneut nur die Nummer 2 war. Nachdem auch im Folgejahr der Aufstieg in die Landesliga verpasst wurde und sich auch die BSG Lok 1998 bereits dem MFC angeschlossen hatte, kam es 2001 zur Fusion.

Als FC Eilenburg spielt der Verein seither in der Spitze des sächsischen Fußballs eine sehr gute Rolle. 2004 gelang unter Trainer Martin Polten der Gewinn des Hallenlandesmeistertitels, der Gewinn des Sachsenmeistertitels und der Aufstieg in die Fußball-Oberliga Nordost, in der sich der Verein fünf Jahre halten konnte. Größter Erfolg war dabei Platz drei in der Serie 2006/07 vor ostdeutschen Traditionsvereinen wie dem FC Sachsen Leipzig, dem Halleschen FC oder dem FSV Zwickau. Ab der Saison 2009/10 spielt der Verein wieder in der Landesliga Sachsen. In der Saison 2016/17 gelang dem FC Eilenburg der erneute Aufstieg in die Oberliga.