28.08.2019  08:08 Uhr  Alter: 100 Tage
Von: Hartmut Gerlach

16 Veränderungen beim Gast aus Sachsen-Anhalt

Vorgestellt: der VfL Halle 96, nächster Oberligagegner am Samstag in Rudolstadt

Der VfL Halle 96 nimmt nach drei Spielen in der Saison 2019/20 mit 4:5 Toren und sechs Punkten den 9. Platz ein. Die Mannschaft von Trainer Renè Behring hat gegen INTER Leipzig (2:1-H) und den FC Carl Zeiss Jena II (2:0-H) gewonnen. Bei Absteiger Oberlausitz Neugersdorf verlor man 1:4.

Im Team sind 24 Spieler gelistet. Von denen wurden bislang 16 eingesetzt. Böhne, Tsipi, Aljindo, Waite, Eder, Schlüchtermann, König, Niesel, Shoshi und Dabel standen in allen drei Begegnungen im Team. Das verstärkte sich in der Wechselperiode mit diesen sieben Akteuren: Stamer, Klitscher, Dabel, Böhne (Askania Bernburg), Tsipis (Neustrelitz), König und Schwarzer (VflL Halle U19).

Neun Spieler haben den Verein verlassen. Hilprecht (Dölau), Barth (Rudolstadt), Kowalewicz (Colditz), Soueidan (Amsdorf), Motscha (Delitzsch), Heck (BW Leipzig), Kind (Chemie Leipzig), Schiller (Taucha), Worbs (Karrierende).

Unser nun schon gewohnter Blick erfasst im Folgenden die sportliche Laufbahn der Hallenser. Und da finden wir wie bei allen Oberligisten einen Kader mit guter Ausbildung und Spielern, die oft auch höherklassig gespielt haben.

Waite (Zagreb, Döbeln), Stamer (Braunschweig, Bernburg), Böhne (Lok Leipzig U17, U19, Bernburg), Schunke, HFC U17/U19, Halberstadt, Karlsruhe II), Gnieser (Dynamo Dresden U17, Neugersdorf, U19, Kamenz, Neugersdorf I), Dabel (SCC Berlin, Bernburg9,, Shoshi (HFC U19, Merseburg), Aljindo (HFC U19, Sandersdorf, INTER, Merseburg), Zimmer (1. FC Frankfurt/O.), Klitscher HFC U17, U19, Bernburg), Eder (Dynamo Dresden U17,. U19), Niesel (HFC U19), Schlüchtermann (Chemie Leipzig), Bolz (Babelsberg, Werder), König (Energie Cottbus U17, HFC U19), Tsipis (Merseburg, Bernburg, Neustrelitz). Dabei fällt natürlich auf, dass zahlreiche Akteure aus der Jugend von Drittligist Hallescher FC kommen.

Renè Behling (41) trägt die Verantwortung als Trainer. Der 42-Jährige ist seit 2016/17 in Halle und trainierte in der Saison 2010/2011 den Sachsen-Ligisten Blau-Weiß Leipzig. Danach war er bis Mai 2012 Übungsleiter bei BSG Chemie Leipzig. Von Dezember 2012 bis September 2013 war Behring für den SSV Markranstädt II (Stadtliga) zuständig. Auch im Frauenfußball sammelte er Erfahrungen. Vom Sommer 2010 bis August 2011 war er Trainer des Halleschen FC in der Regionalliga.

Als Spieler lief der ehemalige Mittelstürmer unter anderem für Grün-Weiß Piesteritz, den FSV Zwickau, den FC Grimma und dem FC Oberlausitz Neugersdorf auf. In der Saison 2003/2004 stand Behring in der Oberliga auch ein Jahr beim Halleschen FC unter Vertrag.

Und wir schauen abschließend noch in die Geschichte des Vereins nach der Wende:

1991 stieg der Verein in die viertklassige Landesliga Sachsen-Anhalt auf und gewann 1995 die Meisterschaft, was den Aufstieg in die Oberliga Nordost bedeutete. Dort konnte sich der Verein in den folgenden Jahren auf den vorderen Plätzen etablieren und stieg 1999 als Meister der Staffel Süd sogar in die Regionalliga Nordost auf. 1997 und 1999 gewann der Verein zudem den FSA-Pokal und qualifizierte sich damit für die Hauptrunde um den DFB-Pokal. Dort unterlag der Verein 1997 gegen Eintracht Frankfurt (0:4) und 1999 gegen den 1. FSV Mainz 05 (1:2) jeweils in der ersten Runde. In der Regionalligasaison 1999/2000 erreichte der VfL Halle 96 den 14. Tabellenplatz. Aufgrund der Reduzierung von vier auf zwei Staffeln reichte dieser Platz nicht für den Klassenerhalt und die Mannschaft stieg wieder in die Oberliga ab.

Der Verein geriet in der Folgezeit in finanzielle Schwierigkeiten, sodass auch über eine Fusion mit dem Lokalrivalen Hallescher FC nachgedacht wurde. Die großen Unterschiede der beiden Vereine verhinderten dieses Vorhaben jedoch, (Dieser Darstellung wird allerdings vom VfL 96 widersprochen - H. G.) sodass sich der VfL Halle 96 freiwillig aus der Oberliga zurückzog und seitdem in der sechstklassigen Verbandsliga Sachsen-Anhalt spielte. In der Saison 2008/09 wurde der VfL Halle 96 Verbandsliga-Meister und kehrte somit in die Oberliga Nordost zurück. Nach dem 11. Tabellenplatz in der Spielzeit 2009/10 erreichten die Hallenser am Ende der Saison 2010/11 lediglich Rang 14 und entgingen dem neuerlichen Abstieg in die Verbandsliga nur aufgrund der Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gegen den Ligakonkurrenten FC Sachsen Leipzig. (Quelle: Wikipedia)