09.09.2019  17:28 Uhr  Alter: 12 Tage
Von: Hartmut Gerlach

Wer seine Chancen nutzt, gewinnt auch verdient

Die Meinungen der Trainer nach dem Pokalspiel Eisenberg - Rudolstadt (2:0)

Auch nach diesem Pokalspiel sprachen wir mit beiden Trainern. Was sie uns sagten, lesen Sie hier. Wir werden auch noch versuchen, an den Spielbericht aus der Sicht des Gastgebers, der heute in der „Ostthüringer Zeitung“ (OTZ), Ausgabe Eisenberg, stand, „heranzukommen“. Das ist leider bislang nicht gelungen.

Thomas Lässig (SV Eintracht):

„Man hat am heutigen Spiel wieder gesehen, welche eigenen Gesetze der Pokal hat. Ich bin überglücklich über die Art und Weise, wie meine Mannschaft den Matchplan umgesetzt hat. Wir wussten, dass auf uns ein Riesengegner zurollt. Rudolstadt hat sehr gute Individualisten, ist gereift und spielt eine Klasse höher. Aber wir hatten uns schon vor dem Spiel insgeheim Chancen ausgemacht. Insofern kommt es nicht ganz so überraschend, obwohl es ein hartes, hartes Stück Arbeit war. Vor allem, was gerade in der Defensivarbeit von uns abverlangt wurde. Klar, Rudolstadt hatte mehr Ballbesitz und war optisch überlegen und hat gute Spielzüge gezeigt. Aber wir haben durch Moral, Willen, Einsatz, Leidenschaft und Teamspirit heute als verdienter Sieger den Platz verlassen, zumal wir die Chancen konsequent genutzt haben. Das hat uns ausgezeichnet und war sicherlich der Schlüssel zum Erfolg. Auch wenn ich das Gefühl hatte, dass die Mannschaft nach dem 1:0 nicht wirklich daran geglaubt hat. Aber entscheidend war der aus meiner Sicht unberechtigter Elfmeter. Lewandrowski hält überragend und das war die Initialzündung, dass der Glaube bei meiner Mannschaft da war. Und da kann ich nur sagen: Chapeau!“

Holger Jähnisch (FC Einheit):

„Natürlich ist es bitter und auch völlig unnötig, dass wir heute hier ausgeschieden sind. Wir wollten das Spiel nutzen, um von der taktischen Grundformation her etwas auszuprobieren. Wir wollten mehr Ballbesitz erreichen und das hat über 90 Minuten gefruchtet. Wir haben den Ball gut laufen lassen, Tempo ins Spiel gebracht, Druck aufgebaut und uns Chancen ohne Ende herausgespielt. Schon nach zwei Minuten hatte Rupprecht eine tausendprozentige. Wir müssen einfach nur die Tore machen und das ist das einzige, was wir uns vorwerfen lassen müssen. Immer wieder war ein Bein des Gegners oder ein Spieler, der sich dazwischen warf, im Spiel. Eisenberg hat gut verteidigt. Die Fülle an Möglichkeiten muss einfach zu einem Minimum von zwei, drei Toren langen. Das war ja auch schon vorige Woche in der Oberliga unser großes Manko. Da müssen wir einfach weiter daran arbeiten. Mit dem ersten Tor, wo, das kann passieren die Zuordnung nicht stimmte, haben wir Eisenberg aufgebaut. Aber wir haben Ruhe bewahrt, trotzdem ordentlich weitergespielt, kriegen aber mit einem Konter das 2:0 und haben danach unsere Linie verlassen. In den letzten zehn Minuten haben wir zuviel mit langen Bällen gespielt. Aber ansonsten kann man mit der Art und Weise, wie wir Fußball gespielt haben, gar nicht unzufrieden sein. Das habe ich den Jungs auch so gesagt. Auch wenn mal alle statistischen Details auf seiner Seite hat, zählen im Fußball nun einmal die Tore. Und dann ist es auch egal und verdient für den Gegner, wenn man die Tore macht.“