03.06.2019  08:58 Uhr  Alter: 47 Tage
Von: Winfried Matiss

1. SC 1911 Heiligenstadt – A-Junioren 7:0 (4:0)

Derbe Klatsche im Hinspiel um Platz 3 der Thüringer Landesmeisterschaft

 

Die Zweiten der beiden Verbandsligastaffeln hatten sich das Ziel gesetzt, eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am 16. Juni zu schaffen. Nach zwei Stunden Anreise in den äußersten Nordwesten des Freistaates galt es für das Team von Jan Bresigke und Maik Müller, ebenso wie die Gastgeber, mit der ungewohnten Mittagshitze fertig zu werden.

In der Anfangsviertelstunde war der Respekt voneinander zu spüren. Der Ball lief im Bereich zwischen den beiden Strafräumen. Als die Jungs aus Heiligenstadt einen langen Ball nach vorn schlugen, war das der Ausgangspunkt für das am Ende zu registrierende Debakel der Grün-Gelben. Gleich zwei Spieler rutschten beim Abwehrversuch aus. So hatte der schnelle Linksaußen der Gastgeber „freie Fahrt“, spielte den Ball von der Grundlinie in den Rücken der Abwehr, wo Luca Hagemann die Übersicht behielt und clever vollendete. Dass sich dieser Spieler noch weitere viermal in die Torschützenliste eintragen kann, war zu diesem Zeitpunkt nicht absehbar.

Der Führungstreffer stärkte das Selbstbewusstsein des 1. SC. Torwart Anton Heller klärte nach einem Eckstoß mit Fußabwehr. Nur eine Minute später ein Glücksmoment für die Gäste, als der Ball vom Innenpfosten zurück springt. Nachdem der Pfosten ein weiteres Mal rettete, bedeutete der Nachschuss das 2:0.

Die SG FC Einheit versucht selbst Angriffsaktionen zu initiieren. Der letzte Pass in die Spitze ist zu ungenau und Fehlpässe animieren die Gastgeber zu schnellem Umkehrspiel. So fallen vor dem Pausenpfiff die Gegentreffer Nr. 3 und 4.

Im zweiten Spielabschnitt verstärkten die Gastgeber ihre Defensive. Die Grün-Gelben wurden jetzt spielbestimmend. Es gelangen nun einige Abschlüsse, aber die Schussversuche waren unplatziert. Stattdessen leitete ein Fehlpass den fünften Treffer des 1. SC ein. Zwei weitere erfolgreich abgeschlossene Konter bedeuteten den Endstand.

Die Spieler der SG waren letztendlich froh, als „der Spuk vorbei war“ und der Abpfiff ertönte. In 14 Tagen beim Rückspiel in Rudolstadt muss gezeigt werden, dass man zumindest mit den Jungs aus dem Eichsfeld mithalten kann. Die meisten Akteure der Gastgeber absolvieren dann ihr letztes Spiel im Nachwuchsbereich. Ein Sieg zum Abschluss sollte eine realistische Zielstellung sein.

Aufstellung:

Anton Heller – Nico Ohlwein (ab 46. Hugo Stegemann), Norman Enke, Nico Werschowetz, Leon Matiss, Kantimir Achmatgeriev (ab 30. Marius Trunk), Nick Mayer, Erik Halbauer, Dante Bernhardt, Toni Wengerodt, Ole Bresemann

Torfolge: 1:0, 2:0, 3:0, 5:0, 6:0 Hagemann (18., 26., 40., 68., 74.), 4:0 Gerlach (44.), 7:0 Hosaini (80.)

Winfried Matiss