Vorgestellt: SV 1890 Westerhausen, Heimgegner am Samstag um 14 Uhr

Der FC Einheit hat in mehr als zehn Jahren Oberliga bislang gegen 49 Vereine gespielt. Der SV 1890 Westerhausen ist der 50. und ein völlig unbekanntes Gesicht, sicher auch für die Anhänger der Rudolstädter.

Deshalb zunächst etwas Geographie: Westhausen ist seit dem 1. 9. 2010 ein Ortsteil der Stadt Thale im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt. Vor 14 Jahren wurden 2.105 Einwohner gezählt. Die Postleitzahl ist die 06484, die Telefonvorwahl 03946.

„Westerhausen liegt im nördlichen Harzvorland zwischen den beiden Städten Blankenburg (Harz) und Quedlinburg. Der Ort grenzt an den Ortsteil Warnstedt der Stadt Thale, an die Stadt Blankenburg mit ihrem Ortsteil Börnecke, an die Gemeinde Harsleben und die Stadt Quedlinburg. Der Ort wird von West nach Ost vom Zapfenbach durchflossen. Das Wahrzeichen des Ortes ist die Felsengruppe Königstein.“ (Quelle: Wikipedia)

Von Rudolstadt fährt man die rund 190 Kilometer in zweieinhalb Stunden.

Schauen wir auf das Sportliche des neuen Gegners. Der stieg als Sieger der Verbandsliga Nord 2021/22 in die Oberliga auf und war damals punktgleich mit Halle-Ammendorf. Im Kader sind 28 Spieler gelistet. Davon wurden in den drei Partien bisher 18 eingesetzt.

Nach drei Runden steht der Gast auf Tabellenrang 14 mit 5:10 Toren und drei Punkten. Westerhausen hat zuletzt gegen Nordhausen mit 4:0 gewonnen, die beiden ersten Partien wurden verloren: Bischofswerda (0:8-H) und Halle (1:2-A).

Dass sich bei einem Aufsteiger im Aufgebot einiges getan hat, ist verständlich. So registrierte man beim SV 1890 zehn Zugänge: Serdcevs (Arm. Hannover), Minkmar (Halberstadt), Hinrichsmeyer (Bernburg), Buschke (Stendal), Staat, Eheleben (Wernigerode), Witte (Heyrothsberge), Winter (Neinstedt), Alhndi, Könemann (Halberstadt U19).

Dem stehen sieben Abgänge gegenüber: Ferchow (Wernigerode), Roldan-Arias, Brahmann (Arnstedt), Neubauer (Oschersleben), Tosten (Brandenburg), Przigode (Halle-Ammendorf), Grund (vereinslos).

Trainer ist seit dem 01.02.20 Mario Wagner. Der 44-jährige Inhaber der B-Lizenz war zuvor Übungsleiter in Haldensleben, Wulferstedt, Döbbeln und in seinem Geburtsort Schöningen C-Trainer.

Wie immer schauen wir auf die sportlichen Biographien der Spieler. Hier fällt auf, dass einige eine Ausbildung im Nachwuchs bei Germania Halberstadt erhalten haben. Das ist nicht ungewöhnlich, liegen doch Halberstadt und Westhausen ganze 13 Kilometer auseinander.

Hier sind die ehemaligen Vereine der Westerhäusener Spieler: Serdcevs (Lettland, Rathenow, Dyn. Schwerin, Arminia Hannover), Klötzer (Halberstadt Nachw., 1. Mannschaft), Hea (Magdeburg Nachw., Chemie Leipzig, Stendal), Bäcker (Halle 96, Halberstadt, Bernburg), Köhler (Halberstadt Nachw.), Stockhaus (Halberstadt Nachw.), Salis (Bernburg, Merseburg), Müller (Magdeburg Nachw., Halberstadt), Minkmar (RW Erfurt, Magdeburg Nachw., Halberstadt, Wernigerode), Franceschi (Brasilien, Inter, Halberstadt, Koblenz), Vargas (Brasilien, Meuselwitz, Halberstadt), Hinrichsmeyer (Magdeburg Nachw., Bernburg, Inter), Koitzenburg (Magdeburg Nachw., Barleben, Stendal), Eheleben (Halberstadt Nachw., Wernigerode), Frye (Halberstadt Nach.), Alhndi (Halberstadt Nachw.), Könemann (Halberstadt Nach.), Lucia (Brasilien), Köhelr (Braunschweig, Halberstadt Nach.), Schmidt (Wernigerode, Halberstadt), Neumann (Barleben, Stendal), Staat (Halberstadt Nachw., Wernigerode).

Hartmut Gerlach

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