FC Einheit Rudolstadt – FC Einheit Wernigerode 3:1 (1:0)

Als Schiedsrichter Max Kluge das sonntägliche Duell der beiden Einheit-Mannschaften abpfiff, hatte Rudolstadt nicht nur das Spiel hochverdient gewonnen – da gab es unter den Trainern keine zwei Meinungen – sondern ging auch mit einer optimalen Ausbeute aus der englischen Woche. Siege über Sandersdorf (1:0), in Martinroda (2:0) und am „Tag der deutschen Einheit“ gegen Wernigerode bedeuteten neun Punkte Zuwachs auf dem Oberligakonto und vor der Pokalspielpause mit 13 Zählern Tabellenrang 8.

Von Beginn an ließ der Gastgeber keinen Zweifel daran, dass man als Sieger vom Platz gehen wollte. Mit einer Aktion von Luiz Miguel Schack (2.) bei der er gerade noch gestört werden konnte, starteten die erneut in Grün antretenden Hausherren, die früh pressten und die andere Einheit-Vertretung am geordneten Speilaufbau hinderten. Es folgte ein gefährlicher Freistoß von Maximilian Schlegel auf das Tornetz (8.) und ein Klasse-Alleingang von Sven Rupprecht, der beim Abschluss gerade noch attackiert werden konnte (16.). Aber nur auf Kosten eines Eckballs. Der segelte nach innen, wo der nach vorn geeilte Abwehrchef Maximilian Kühne am schnellsten reagierte und das Leder aus kurzer Distanz in die Maschen wuchtete (17.).

Die Führung beflügelte die Thüringer weiter. Zwei Mal stand Rupprecht, zunächst mit einem Schuss (25.) und danach mit einem tollen Solo (27.), vor der Resultatserhöhung. Vom Gast aus dem Landkreis Harz war in der Offensive nichts zu sehen. Die erste zaghafte Annäherung gab es erst in Spielminute 33, als eine Eingabe aber von der Rudolstädter Deckung geklärt werden konnte. In der Spielchronologie folgte ein Abseitstreffer von Schlegel (36.) und ein Schuss des desselben Akteurs, für den freistehend der Winkel jedoch zu spitz war. So konnte Ondrej Cap diese Möglichkeit zunichte machen (37.) und es ging es mit dem knappen Vorsprung in die Pause.

Aus der kamen die Heidecksburgstädter so engagiert, wie sie die 1. Halbzeit bestritten hatten. Die Vorentscheidung ließ nicht lange auf sich warten. Eine Flanke von rechts erreichte Schack. Dessen Kopfball aus fünf Metern konnte Cap nur abklatschen, Rupprecht war zu Stelle und lenkte ein (49.).

Den Sack endgültig zu band die Einheit aus Rudolstadt nach einer Stunde. Erneut reagierte die Platzelf bei einem Angriff am schnellsten. Niels Noak köpfte in Richtung gegnerisches Tor, wo der Abwehrversuch von Rouven Blecker mit einem Eigentor endete (60.).

Zwar besaß Dominik Lehmpfuhl mit einem Kopfball, der über den Kasten des kaum strapazierten Max Bresemann zischte (61.), eine Gelegenheit, aber mehr als der Anschluss durch Patrick Peszt, der einen Kopfball im Anschluss an eine Ecke in die Maschen setzte (71.), schaffte die Mannschaft vom Mannsberg nicht. Kein guter Tag also für die mitgereisten Fans, die sich in stattlicher Anzahl im Städtischen Stadion zeigten. Vielmehr hätte die Elf von Trainer Holger Jähnisch bei etwas mehr Glück weitere Treffer erzielen können. Chancen durch den eingewechselten Benjamin Bahner (66.) und dem gleichfalls in das Match gekommenen Florian Giebel (83.) dazu waren vorhanden.Gästecoach Frank Rosenthal, der den Autor mit einem anderen Namen auf dem Spielformular verwirrte, sprach von einer reifen Leistung des Gegners und auch davon, dass Rudolstadt einfach besser gewesen sei. Rosenthal, der gleich vier Co-Trainer und weitere sieben Sportfreunde im Funktionsteam um sich scharen kann, wörtlich: „Wir haben heute die kampfbetonte Spielweise von Rudolstadt nicht angenommen. Es hat nicht gereicht.“Holger Jähnisch war nach der erfolgreichen Woche natürlich sehr zufrieden. Er sagte: „Heute war die Maxime, über den Kampf und eine etwas tiefere Spielweise zu kommen. Wir haben uns zuvor auch schlau gemacht, wie Wernigerode spielt. Wichtig war, dass wir gegen einen solchen Gegner in Führung gegangen sind. Diesmal folgten auch noch zwei weitere Tore, die wir ordentlich herausgespielt haben. Wir hatten heute in der Startformation ein Durchschnittsalter von knapp 23. Deshalb ist es umso erfreulicher, dass die jungen Burschen jetzt langsam in die Spur kommen.“Die StatistikFC Einheit RudolstadtBresemann, Kühne, Schlegel (90. Kaiser), Barth, Noak (65. Giebel), Krahnert, Schack (65. Bahner), Rühling, Baumann, Rupprecht 77. Seturidze), Wachs (77. Halbauer)FC Einheit WernigerodeCap, Lehmpfuhl (85. Staat), Pillich, Wersig, Blecker (72. Raeck), Farwig, Rentz, Staat, Eheleben, Kuffner, Kirchner (72. Heindorf) Schiedsrichter: Max Kluge (Falkenau), Zuschauer: 188Torfolge: 1:0 Matthias Kühne (17.), 2:0 Sven Rupprecht (49.), 3:0 Rouven Blecker (60./ET), 3:1 Patrik Peszt (71.)

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