FC Einheit Rudolstadt – Bischofswerdaer FV 08 1:1 (1:1)

Zufriedenheit in beiden Lagern mit dem Punktgewinn

Wenn man gegen den Tabellenvierten antritt, dann ist es schon berechtigt, dass Holger Jähnisch, der Trainer des FC Einheit, mit dem 1:1 und damit einem Punktgewinn auch in heimischer Umgebung zufrieden ist. „Wir wussten, was uns erwartet und das hat sich heute auch bestätigt. Gerade die Spielanlage von Bischofswerda ist absolut top. Wir hatten in den ersten knapp 30 Minuten Probleme, über Ballbesitz für Entlastung zu sorgen und Chancen herauszuspielen. Da haben wir viele Bälle fahrlässig liegen gelassen. Wir haben uns dann aber Stück für Stück zurück gefightet“, sagt er nach Spielschluss.

Aber auch Gegenüber Frank Rietschel sah keinen Grund, über das Ergebnis zu meckern. „Ich bin über das 1:1 nicht enttäuscht oder unglücklich. Das nehmen wir gern mit. Ich glaube, hier haben einige Gegner den Platz als Verlierer verlassen. Nun freuen sich die Jungs auch einmal auf ein langes Wochenende. Jeder weiß, wir haben das Hinspiel mit 2:3 verloren und das hat damals in der Saison auch etwas freigesetzt“, lautete ein Resümee.

Dabei zeigte der Gast, wie schon Jähnisch bemerkte, in der Anfangsphase, warum er so weit oben in der Tabelle steht. Immer wieder wurde über die schnellen Außen Martin Sobe und Justin Jacob das Tempo forciert, was bei Markus Baumann und Tim Rühling für viel Arbeit sorgte. Zwar hatte Benjamin Bahner die erste kleinere Möglichkeit, als sein Kopfball nach Zuspiel von Maximilan Schlegel zu ungenau angesetzt war (2.), aber dann folgten zwei gefährliche Eckbälle (2., 3.) der Oberlausitzer, eine strittige Situation im Strafraum (4.) und ein gerade noch abgeblockter Ball (6.). Immer wieder bewies der BFV seine Ballsicherheit und auch seine technischen Fähigkeiten.

Kurz darauf die Führung der Nullachter. Eine Eingabe von links konnte nicht verhindert werden. Bischofswerda traf den Pfosten und den Abpraller netzte Miguel Pereira Rodriguez aus kurzer Distanz ein (7.).

Die Hausherren antworteten mit einem Schuss von Marco Riemer, der sein Ziel verfehlte (10.), mussten aber bei einem Solo von Justin Jacob wieder auf der Hut sein. Doch hier hielt Max Bresemann, den Holger Jähnisch nach zwei Monaten wegen seiner starken Trainingsleistungen und seinem sehr guten mannschaftsdienlichen Verhalten zwischen die Pfosten stellte, hervorragend (11.). Nach drei weiteren Eckstößen der Rietschel-Elf und zwei Schüssen, die nicht wirklich gefährlich waren, meldete sich auch die Einheit, die nun immer besser ins Match kam, zu „Wort“. Bahner hatte freie Schussbahn, verzog aber aus 14 Metern (30.). Hier sahen viele das Leder schon im Gehäuse von Stefan Kiefer. Es folgten ein Kopfball von Riemer (35.), die erste Ecke für den Gastgeber (36.) und ein Direktschuss Schlegels, der knapp über die Latte zischte (42.).

Das waren alles Vorboten für den Ausgleich, den Tom Krahnert nach einer Flanke per Kopf besorgte (42.). Dass das Leder hinter der Linie war, signalisierte der Assistent sofort. Fast wäre Rudolstadt sogar die Führung geglückt, aber der Kopfball von Georg Kaiser wurde vom Torgestänge aufgehalten (45.+1).

Der Spielfilm des zweiten Durchgangs ist rasch erzählt: Er verlief völlig ausgeglichen und absolut chancenarm. Zwar gab es noch einige Situationen auf beiden Seiten, die bei mehr Präzision zu Treffern hätten führen können, aber wirklich sehr gute Gelegenheiten mussten die beiden Keeper nicht verhindern. Frank Rietschel wollte bei der Bewertung des Resultats die „englische Woche“ für seine Mannschaft – die hatte am Mittwochabend gegen einen der Mitfavoriten, VfB 1921 Krieschow, 3:3 gespielt – gar nicht so in den Mittelpunkt rücken. „Die Jungs waren zwar nach dem Spiel völlig platt. Aber das sind junge Leute, die halten das schon mal aus, denn wir sind  mit einem ordentlichen Bus trotz langer Fahrt hier angekommen. Deshalb wollte ich das auch nicht groß ansprechen. Wenn man die Truppe herunter reißt, ist es meist schwierig, seine Ziele umzusetzen. Ich bin froh, dass wir so herausgegangen sind“, urteilte er.

Kollege Holger Jähnisch zog dieses Fazit: „Man muss nach einer ausgeglichenen 2. Halbzeit absolut zufrieden sein. Schließlich ist Bischofswerdaer in meinen Augen in der Liga mit die stärkste Truppe. Man wird da gefordert und muss viele Wege gehen. Da kann ich schon den Hut vor meinen Jungs ziehen. Das Spiel endete leistungsgerecht und damit können wir leben. Nächste Woche in Halle müssen wir versuchen, weiter zu punkten.“

Aufstellung:

FC Einheit:

Bresemann, Szymanski, Kaiser (90.+2 Zarschler), Schlegel, Bahner (81. Seturidze), Riemer, Krahnert, M, Baumann (70. Fiedler), Rupprecht, Rühling (70. Noak), Wachs 

BFV 08:

Kiefer, Weiß, Fromm, Hahn (79. Schmitz), Sobe, Kloß (61. Wockatz), Rettig, Hofmann (73. Hoffmann), Kinski, Rodrigues (73. Filonov), Jacob (73. Hecker)

Schiedsrichter.:Tino Hanke, Zuschauer: 125

Torfolge: 0:1 Miguel Pereira Rodrigues (7.), 1:1 Tom Krahnert (42.)

Hartmut Gerlach

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