Oberligist ist im Thüringen Pokal gegen den Regionalligavertreter Außenseiter

Daniel Bartnitzki, der ranghöchste Schiedsrichter des Thüringer Fußball-Verbandes (TFV), hat die Paarungen für die 1. Hauptrunde im Thüringen Pokal ermittelte. Das Los wollte es, dass mit dem ZFC Meuselwitz (Regionalliga) und dem FC Einheit Rudolstadt (Oberliga) die in den höchsten Spielklassen agierenden Mannschaften bereits in der 1. Hauptrunde aufeinander treffen. Beide befanden sich beim Losen in der so genannten Ostgruppe.

Die Rudolstädter sind in den Punktspielen acht Mal auf die Meuselwitzer in der Landesklasse und der damaligen Landesliga getroffen. Während die Einheit hier zwei Mal gewann, zwei Partien remis gestaltete und vier Begegnungen verlor, war man in den beiden Punktspielen jeweils Verlierer, obwohl die Vergleich knapp ausgingen:

1996/97 (Landesklasse): ZFC – Einheit 1:2; Einheit – ZFC 0:3

2001/02 (Landesliga) ZFC – Einheit 1:1: Einheit – ZFC 1:4

2002/03 (Landesliga): Einheit – ZFC 1:0; ZFC – Einheit 1:1.

2003/04 (Landesliga): ZFC – Einheit 6:1; Einheit – ZFC 1:3

Im Landespokal gab es zwei Vergleiche:

2016/17 (Viertelfinale): Einheit – ZFC 0:1

2017/18 (Achtelfinale) Einheit – ZFC 1:4 n. E. (mehr dazu im Programmheft)

Im aktuellen Spieljahr 2023/24 nehmen die Meuselwitzer nach der Auftaktniederlage in Babelsberg (1:2) und dem Heimsieg am letzten Sonntag über den 1. FC Lok Leipzig (3:2) – hier lag der ZFC schon 0:2 hinten – mit 4:4 Toren und drei Punkten den 9. Platz ein.

Seit dem 1. Juli ist Georg-Martin Leopold, der am heutigen 11. August seinen 46. Geburtstag begeht – herzlichen Glückwunsch, Leo –Cheftrainer des Regionalligisten. Er war einst beim SV JENAer Glas, dem FSV Wacker Gotha und zuletzt beim FC RW Erfurt aktiv. Als Trainer arbeitete er seit 2006 zunächst im Nachwuchsbereich von RWE und ging 2009 zum FC Carl Zeiss Jena. Hier trainierte er unter anderem als Assistent unter Volkan Uluc die Erste, war für eine Saison Trainer der Zweiten und schließlich Übungsleiter der U19 beim Club. Diese Altersklasse betreute er auch beim SV Darmstadt von 2019 bis 2022.

Es ist schon sehr beeindruckend, wie rasant sich unsere Gäste entwickelt haben. Innerhalb von elf Jahren den Sprung von der Kreis – in die Oberliga zu schaffen, gelingt auch nicht jedem Verein. Seit 2004 ist man Regionalligist. Auch über das Sportliche hinaus, kann der FC Einheit sicher manches von der Sportgemeinschaft unter Leitung von Präsident Hubert Wolf lernen.

Aber die Einheit ist auf einem guten Weg. Der Vereinsvorsitzende Willi Obitz und der Vorstand haben nach ihrer Wahl vieles in Bewegung gebracht. Und das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht, wenn man unter anderem an die Ziele unserer Zweiten oder auch die einiger Nachwuchsmannschaften denkt. Natürlich ist und bleibt die 1. Mannschaft das Aushängeschild des Vereins.

Nach den beiden höchst unglücklichen Punktverlusten in der Oberliga, wo man gegen Krieschow durch einen umstrittenen Elfer kurz vor Schluss das 0:1 kassierte und das 2:2 in Bautzen, wo die Budissen in der dritten Nachspielminute ausglichen, geht der FC zwar als Außenseiter, aber nicht chancenlos in den Pokalkampf. Voraussetzung ist allerdings, dass sich die Personallage verbessert. Mit Sören Eismann und Benjamin Bahner haben zwei wichtige Akteure unter der Woche trainiert. Dagegen werden allerdings Tom Krahnert,  Ron Wachs und Niels Noack verletzungsbedingt weiter fehlen. Ob es schon bei Mateusz Szymanski reicht, muss man abwarten.

Anstoß der Pokalbegegnung ist am Freitagabend (11.08.23) um 18.15 Uhr im Städtischen Stadion.

Hartmut Gerlach

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