Rückblick vom Rückblick (Nr. 43) am 23.02.22

Als die damalige Internetseite des FC Einheit Rudolstadt am 19.02.21 urplötzlich von der Bildfläche verschwand, haben wir alle Beiträge im Rahmen der Vereinsgeschichte im 70. und 71. Jahr des Vereins auf Facebook eingestellt. Doch dieses Kommunikationsmittel nutzen nicht alle Vereinsmitglieder und Interessierten.

Deshalb veröffentlichen wir in der Zeit ohne Spielbetrieb, die mindestens bis in den späten Januar 2022 hinein dauern wird, Folgen ab dem 20.02.21 als Wiederholung. Daneben gibt es

Unser Verein im 70. Jahr (383): SG Heidecksburg (V)

Fußballer aus Partschefeld bekommt Leichtmotorrad aber keinen Führerschein

Unsere Einheit wurde bekanntlich am 11.11.1950 im Löwen-Saal gegründet. Doch natürlich stellt sich nicht nur für den Vereinssprecher die Frage, was denn vorher war? Bei unserer Recherche sind wir auf die SG Heidecksburg gestoßen. Unsere Anfrage im Stadtarchiv nach diesem Verein war erfolgreich, denn wir haben einige Dokumente erhalten. Dennoch sind nicht alle Fragen geklärt.

Einblicke in die Entwicklung der SG Heideckburg im Jahre 1948 bietet eine weitere Vorstandssitzung vom 14. September. Zunächst geht es um einen Ofen für das Geschäftszimmer und der Beschaffung von Heizmaterial. Dazu soll ein Antrag an den Stadtrat gestellt werden. Danach ist die „katastrophale Transportfrage“ ein Thema.

Im Anschluss wird beschlossen, eine „kooperative Mitgliedschaft bei der Gesellschaft zum Studium der Kultur der Sowjetunion zu erwerben“. Im Folgenden wird der Mitgliedsbeitrag für die Tischtennis-Abteilung festgelegt.

Da der Sportfreund Werner Seifert ohne Entschuldigung nicht zum Spiel der Ib-Mannschaft erschien und keine Entschuldigung vorliegt, wird er bis auf weiteres für den Spielbetrieb gesperrt.. Es wurde festgelegt, wer künftig bei derartigen Vorfällen Strafen aussprechen darf.

Hans Händel, wohnhaft in Partschefeld, bekommt ein Leichtmotorrad zu den Spielen in Rudolstadt. Er hat aber noch keinen Führerschein. Dazu wird mit dem Kreispolizeiamt verhandelt.

Der Vorstand hält es für dringend erforderlich, dass eine Wintersportabteilung gegründet wird. Nachgedacht wird über eine Eisbahn nachgedacht. Dazu soll die frühere Zinkelbahn erschlossen werden.

Der bisherige Probevertrag mit Sportfreund Fischer soll verlängert werden, da man mit seiner Arbeit sehr zufrieden ist. Fischer wurde jedoch ermahnt, „in Zukunft den Mannschaften gegenüber entschlossener und energischer aufzutreten“.

Dr. med. Harms, selbst Mitglied der Abteilungen Tischtennis und Schach, wurde angeschrieben, um Sportarzt bei der SG zu werden. Dazu soll er seine Honorarforderungen nennen.

Gesprochen wurde danach über die organisatorische Arbeit.

Der Turnerberg soll durch die SG vertraglich übernommen werden. Die Bauarbeiten sind soweit fortgeschritten, dass die Turner und Tischtennisspieler hier trainieren können.

Zuletzt ging es noch um „üble Angriffe eines Mitglieds der Fußballabteilung gegen die Tischtennis-Sparte. Hier wird mehr Schutz durch den Vorstand gefordert.

Am 17.09.48 ging ein Schreiben an die sieben Abteilungen heraus, in dem mitgeteilt wird, dass sich Vorstand und Spartenleiter einmal im Monat treffen. Im Briefkopf liest man, dass sich die Geschäftsstelle der SG in der Angerstraße 1 befunden hat.

Zuvor, konkret am 24.05.48, wurde Bürgermeister Hartmann kritisiert, da an der letzten Vorstandssitzung nicht teilgenommen hat.

Zuletzt blicken wir noch auf den Vertrag zwischen der Sportgemeinschaft und dem Diplomsportlehrer Rudolf Fischer. Der beinhaltete noch die Probezeit. Er soll die Fuß- und Handballmannschaft sowie die Leichtathleten ausbilden sowie als Platzwart tätig sein. Er hat maßgeblich bei der Aufstellung der 1. Mannschaft zu entscheiden.

Jeden Tag eine Folge: Start am 19.03.20 (1.) bis (aktuell) 19.04.21 (383.).

Hartmut Gerlach

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