FC Einheit Rudolstadt – VfB Auerbach 0:0

Erhoffter Sieg war möglich

Das Erfreuliche vorweg: Der FC Einheit ist durch das torlose Remis gegen den Ex-Regionalligisten VfB Auerbach nun im fünften Oberligapunktspiel hintereinander ungeschlagen und damit auch nicht mehr Tabellenletzter. Doch zum erhofften ersten Sieg im achten Spiel reichte es nicht. Dabei waren, das sah auch Gästetrainer Sven Köhler so, Chancen dafür im zweiten Durchgang durchaus vorhanden.

Die Anfangsviertelstunde gehörte dem Gast. Der wirkte ballsicher und zeigte eine gute Raumaufteilung, Köhler vermiste allerdings die ganz große Durchschlagskraft seiner Schützlinge. So hatte die Einheit die erste Möglichkeit, als Sven Rupprecht in einen Pass von Markus Baumann spritzte, das Leder aber nicht gut traf, sodass es weit am Kasten von Auerbachs Keeper Stefan Schmidt – kurios, beide Torleute hatten identische Namen – vorbei ging (8.). Kurz darauf boxte der VfB-Schlussmann eine Eingabe resolut weg (12.),

Dann meldeten sich auch die Vogtländer, aber der straffe Schuss von Fabien Bochmann zischte über das FC-Gebälk (18.). Nach dem ersten Eckstoß für Auerbach (20.) die beste Gelegenheit für die Rudolstädter in der 1. Halbzeit. Baumann hatte eine günstige Schussposition, traf mit dem Außenrist aus 15 Metern und halblinks aber nur die Latte (24.).

„Dann haben wir in der zweiten Hälfte der 1. Halbzeit recht ordentlich gespielt und hatten aus meiner Sicht mit den Torchancen die beste Phase überhaupt“, beurteilte Köhler die Zeit bis zur Pause. Mit zwei gefährlichen Kopfbällen hätten Vojtech Cermus (31.), einer von vier Tschechen beim Gast, und später Pascal Schardt (37.) einnetzen können. Dazwischen lag ein „Riese’ von Cermus, der freistehend das leere Tor verfehlte (33.). Eine Chance, die sehr an die von Rupprecht in Sandersdorf erinnerte.

Tim Ackermann, der die sportliche Verantwortung diesmal inne hatte, da Holger Jähnisch nach seiner gelb-roten Karte im letzten Spiel 25 Minuten vor und nach der Begegnung nicht zur Mannschaft durfte und auch den Innenraum meiden musste, hatte an der Leistung der Grün-Gelben vor dem Wechsel einiges auszusetzen. „Wir hatten in der 1. Halbzeit ein paar Probleme. Die Räume waren zu groß und wir haben auch unseren Ballbesitz von vorn nach hinten nicht gut umgesetzt. Da waren die Bälle einfach zu schnell weg. Wir waren teilweise auch zu unkonzentriert.

Umso zufriedener zeigten sich er und seine Mitstreiter Marcel Reinhardt und Torsten Hölbing mit den zweiten 45 Minuten. Hier habe sich das Team um 100 Prozent gesteigert, freute sich Ackermann. Da war ein Sieg für die Einheimischen möglich. Doch sowohl bei der „Granate“ von Marco Riemer (53.) aus 22 Metern als auch beim Schuss des freien Rupprecht (66.), den  Auerbachs Schmidt noch mit einer Glnazparade an den Pfosten lenkte, zeigte dieser sein ganzes Können und verhinderte „Einschläge“. Bei den Chancen von Benjamin Bahner (56.), Sven Rupprecht (71.), Tom Krahnert (81.) und dem aufgerückten Mateusz Szymanski (89.) musste er nicht eingreifen.

Von der sehr jungen Auerbacher Mannschaft war in der Offensive auch laut Statement ihres Coaches im zweiten Durchgang nicht viel zu sehen. Zwar musste Stefan Schmidt im Rudolstädter Gehäuse immer konzentriert bleiben und bei den Eingaben auf dem regennassen Rasen kräftig zupacken, aber die Qualität der Chancen wie der FC Einheit hatte Auerbach nicht.

Sven Köhler, der Kritik an seiner jungen Viererabwehrkette übte, sprach nach Spielschluss von der erwarteten robusten Spielweise des Kontrahenten, die seine Jungs beeindruckt hätte.. Aber hier darf man dem sehr sympathischen Coach des VfB doch ein wenig widersprechen. Denn auch seine Elf teilte aus, was vor allem der FC-Kapitän Marco Riemer zu spüren bekam. Und auch die Verteilung der Verwarnungen war fast gleich, denn auf Rudolstädter Seite gab es eine gelbe Karte wegen Meckerns.

Am Ende waren sich Ackermann und Köhler einig: „Die Punkteteilung war gerecht.“ Der Jähnisch-Vertreter hob vor allem die großartige kämpferische Leistung seiner Elf, die kurzfristig noch auf Florian Giebel und Tim Rühling verzichten musste und damit nur zwölf Akteure am Start hatte, hervor.

Damit „funkte“ er auf einer Wellenlänge mit Matthias Schwartz, einem der engagierten Trainer der Nachwuchsspielgemeinschaft und oft mit einigen seiner Spieler Zuschauer bis der Ersten: „Wer so kämpft, steigt nicht ab“, sagte er und revidierte damit seine Meinung nach dem Auswärtsspiel in Krieschow.

Die Statistik

FC Einheit

Schmidt, M. Baumann, Szymanski, Bahner, Fiedler, Riemer, Seturidze, Krahnert, Zarschler, Schneider, Rupprecht 

VfB Auerbach:

Schmidt, Schardt, Dybala, Brejcha, Cermus, Baftijar (61. Scheunert), Bochmann (61. Seidel), Kramer, Dittrich (81. Sevcuks), Leidel, Zimmermann

Schiedsrichter: Tino Hanke, Zuschauer: 127

Hartmut Gerlach

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